Brauche ich zusätzlich zur traumasensiblen Hypnosetherapie noch eine andere Psychotherapie?
Viele Menschen fragen sich, ob Hypnosetherapie allein ausreicht oder ob zusätzlich eine andere Psychotherapie notwendig ist. Oft geht es dabei um Sicherheit und Orientierung. Man möchte nichts übersehen und nichts falsch machen.
In meiner Praxis ist traumasensible Hypnosetherapie kein ergänzendes Verfahren, sondern ein eigenständiger therapeutischer Prozess.
Wie ich arbeite
Die Grundlage meiner Arbeit ist Hypnose. Nicht als Technik, sondern als therapeutischer Zugang. Sie ermöglicht es, innere Prozesse dort zu erreichen, wo sie entstehen – im Zusammenspiel von Körper, Emotion, Beziehung und inneren Bildern.
Schon in den Gesprächen beginnt diese Arbeit. Wir sprechen nicht nur über Themen, sondern bleiben immer wieder bei dem, was sich im Moment zeigt: im Körper, im inneren Erleben, in Reaktionen, die oft schneller da sind als Worte. So entsteht ein tieferer Kontakt zu dem, was wirklich wirksam ist – ohne Druck und ohne Überforderung.
Meine Arbeit ist körperorientiert, bindungs- und beziehungsorientiert und traumaorientiert. Sie bezieht innere Anteile ebenso ein wie Denk- und Handlungsmuster. Wenn es hilfreich ist, fliessen auch kognitive Zugänge mit ein, etwa aus werteorientierten oder verhaltenstherapeutischen Ansätzen. All das geschieht nicht nebeneinander, sondern integriert in einem gemeinsamen therapeutischen Prozess.
Hypnose ist dabei der Rahmen, der diese Ebenen verbindet. Sie sorgt dafür, dass nicht nur verstanden wird, sondern dass neue Erfahrungen auch innerlich ankommen und verankert werden können. Genau darin liegt die Tiefe dieser Arbeit.
Bindungs- und beziehungsorientierte Begleitung
Ein zentraler Teil meiner Arbeit ist die therapeutische Beziehung. Veränderung entsteht nicht durch Methoden, sondern durch einen verlässlichen Rahmen, Klarheit und ein fein abgestimmtes Miteinander.
Viele Menschen haben gelernt, sich anzupassen, zu funktionieren oder Dinge auszuhalten. In der Therapie darf es langsamer werden. Es darf Raum entstehen für Wahrnehmung, für innere Reaktionen und für das, was lange keinen Platz hatte.
Diese Art der Begleitung schafft Sicherheit. Und Sicherheit ist die Grundlage dafür, dass sich innere Prozesse ordnen und verändern können.
Begleitung auch zwischen den Sitzungen
Die therapeutische Begleitung endet nicht mit dem Termin. Zwischen den Sitzungen gibt es Möglichkeiten, das, was sich im Prozess zeigt, behutsam weiter zu unterstützen.
Dazu gehören unter anderem Formen der Selbsthypnose, einfache Übungen zur Regulation des Nervensystems sowie körperorientierte Impulse. Diese Übungen dienen nicht dazu, weiter an sich zu arbeiten oder etwas zu erzwingen. Sie helfen vielmehr dabei, innere Zustände wahrzunehmen, Stabilität zu fördern und den eigenen Körper besser zu verstehen.
Alles wird individuell abgestimmt. Nichts muss, alles darf. Die Übungen sind eine sanfte Unterstützung des laufenden Prozesses und schaffen oft mehr Orientierung und Sicherheit im Alltag.
Warum ich nicht parallel zu anderen Traumatherapien arbeite
Mir ist wichtig, hier klar zu sein. Ich arbeite nicht parallel zu anderen traumatherapeutischen Verfahren, insbesondere nicht zu tiefenpsychologisch fundierter oder psychoanalytischer Therapie.
Wenn an denselben inneren Themen gleichzeitig mit unterschiedlichen therapeutischen Haltungen und Mitteln gearbeitet wird, kann das schnell überfordernd wirken. Innere Prozesse bekommen mehrere Richtungen, unterschiedliche Erklärungen und verschiedene Tempi. Für viele Menschen entsteht daraus eher Verunsicherung als Halt.
Therapie sollte ordnen und stabilisieren, nicht zusätzlich fordern.
Wann eine Kombination denkbar sein kann
Wenn jemand sich in einer Verhaltenstherapie oder in einer klassischen Gesprächspsychotherapie befindet, kann im Einzelfall geprüft werden, ob eine traumasensible Hypnosetherapie begleitend sinnvoll ist.
Diese Verfahren arbeiten häufig stärker auf der kognitiven Ebene. Dadurch kann es möglich sein, dass sich die Ansätze nicht behindern. Ob das stimmig ist, klärt sich immer individuell im gemeinsamen Gespräch. Ziel ist nicht mehr Therapie, sondern eine passende Begleitung.
Eine ehrliche Frage an sich selbst
Wer über eine zusätzliche Therapie nachdenkt, sollte sich fragen:
Geht es um ein stimmiges inneres Bedürfnis oder eher um Ungeduld?
Der Wunsch nach schneller Veränderung ist menschlich. Gleichzeitig braucht tiefe Entwicklung Zeit und einen klaren Rahmen. Genau dieser Rahmen ist oft entscheidender als die Anzahl der Verfahren.
Klarheit schafft Sicherheit
Wenn du mit mir arbeitest, dann in einem klaren therapeutischen Prozess. Ob und wann eine traumasensible Hypnosetherapie sinnvoll ist, klärt sich individuell. Manchmal bedeutet das auch, einen anderen therapeutischen Weg erst zu Ende zu gehen, bevor ein neuer beginnt.
Auch das gehört für mich zu verantwortungsvoller therapeutischer Arbeit.
Kontakt
Christian Zinner
Praxis für Hypnose & Hypnosetherapie
Praxisadresse:
Kapellstr.9a
40479 Düsseldorf
Telefon: 0211 30 12 871
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